Kommentar

Der Geheimplan

Was wir schon immer vermutet haben: Im Departement Leuthard weiss man, dass der Atomausstieg nicht funktionieren kann. Natürlich findet man den Beweis nicht im Bundesamt für Energie. Man muss in den Unterlagen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) suchen. Dieses hat einen Bericht zur möglichen Entwicklung der Emission von Treibausgasen geschrieben. Man findet ihn auf der Website des BAFU.

Er heisst „Treibhausgasemissionen der Schweiz. Emissionsperspektiven bis 2050“. Da wird das Scheitern der Energiewende mit bemerkenswerter Offenheit vorweg genommen. Man rechnet mit den gleichen von Prognos vorgegebenen Szenarien wie die Energiewende. Das „tiefe“ Szenario rechnet bis 2050 mit einem Rückgang der CO2-Emissionen von zur Zeit 6 Tonnen pro Person und Jahr auf 1 bis 1,5 t/Person. „Konkrete Instrumente werden nicht vorgegeben“ heisst es ehrlicher- und enttäuschenderweise.

Das mittlere Szenario setzt voraus, dass die im ersten Massnahmenpaket vorgesehenen Ziele erreicht werden können. Dann gibt es, wie von Anfang an zugegeben wurde, immer noch eine Unterversorgung mit Strom. Um sie auszugleichen, sind bis 2035 sage und schreibe fünf der weltgrössten Gas- und Dampf Kombikraftwerke (GuD) mit 550 MW vorgesehen. Das erste soll 2022 ans Netz gehen.

Für das wahrscheinlichste Szenario, „weiter wie bisher“ – keine Geothermischen Kraftwerke, Zielvorgabe für Wind und Sonne bei Weitem nicht erreicht, Sparvorgaben verfehlt – sind bis 2050 volle neun solcher Giganten vorgesehen. Das erste GuD müsste 2019 ans Netz. Das heisst, die Planung müsste bereits laufen!

Warum spricht man nicht darüber? Warum flunkert man der Bevölkerung weiterhin vor, das alles lasse sich mit Wind und Sonne regeln? Liegt hier des Rätsels Lösung, warum führende Wirtschaftskapitäne die Energiestrategie 2050 unterstützen? Dass gar der Vollmond Strom liefert? Es wäre eine Taktik, an der Machiavelli seine Freude hätte: Liebe Leute, glaubt nur ruhig an Wind und Sonne! Wenn ihr dann endlich merkt, dass das nicht funktioniert, werdet ihr uns auf den Knien bitten, euch die CO2-Schleudern zu liefern.

Wird die Schweiz Ihre Unterschrift unter dem Pariser Klimaschutzabkommen zurückziehen?

SAe

Die deutsche Strategie: Im Norden zu viel, im Süden zu wenig

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Aktuelles zur deutschen Energiewende

Die Auswirkungen von Windrädern auf Mensch und Umwelt in Deutschland und die unerwünschten Folgen einer überbordenden Einspeisevergütungs-Subventions-Maschinerie wird eindrücklich in der folgenden ARD-Dokumentation "Der Kampf um die Windräder" gezeigt:

 Screen Shot ARD Doku Windkraft Deutschland

Aktueller Strommix in Deutschland: Kohle prominent vertreten - auch am 1. August!

 Quelle: www.energy-charts.de

Screen Shot energy charts 1 August 2016

 

 

 

Meinungen zur deutschen Energiewende

 

 Clementwink250Der ehemalige Wirtschaftsminister, Wolfgang Clement

 

Die teuerste Wende der Welt Oberflächlich betrachtet verläuft die energiepolitische Diskussion in diesen Tagen ziemlich eingängig. Da geht es um einen Kampf der sauberen" gegen die schmutzigen" Energien. Um die von Wind und Sonne gespeisten Erneuerbaren" gegen die Dreckschleudern" im rheinischen Braunkohlerevier. Gegen dreckigen Kohle- und Atomstrom", wie es bei Greenpeace" heißt. Da geht es schlicht und ergreifend um schwarz oder weiß, um die Guten gegen die Bösen (text).

 

 

gabDer vorläufige Wirtschaftsminister: Sigmar Gabriel

Deshalb glaube ich, dass eine der grossen Gefahren in der jetzigen gesellschaftlichen und politischen Lage ist, dass wir uns zu sicher fühlen, dass die wirtschaftliche Entwicklung immer so weitergeht. Dabei sollten wir in den nächsten Monaten darüber reden, was nötig ist, um in dem Land, auch als Lokomotive für Europa, wieder einen nächsten Modernisierungsschub hinzubekommen… Was können wir tun, um die Produktivität unserer Wirtschaft zu verbessern?... (text)