Elcom-Bericht zur Stromversorgungssicherheit Schweiz

Die Aufgabe der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (Elcom) ist die Gewährleistung des Netzzugangs, die Überwachung der regulierten Tarife, die Beobachtung der Versorgungssicherheit, die Unterstützung des grenzüberschreitenden Stromaustausches und in Zukunft auch die Marktaufsicht.

In Ihrem aktuellen Bericht wird Versorgungssicherheit wie folgt definiert:

«Die Versorgungssicherheit ist dann gewährleistet, wenn jederzeit die gewünschte Menge an Energie
mit der erforderlichen Qualität und zu angemessenen Tarifen im gesamten Stromnetz erhältlich ist.»

Stromversorgungssicherheit der Schweiz 2016 (PDF, 1 MB, 09.06.2016)

 

BABS Risikoanalyse "Katastrophen und Notlagen Schweiz"

 Top 10 Risiken Babs

Letztes Jahr (2015) hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS eine umfassende nationale Risikoanalyse „Katastrophen und Notlagen Schweiz“ durchgeführt. Ein Ergebnis davon war der Risikobericht 2015, den auch der Bundesrat zur Kenntnis genommen hat. Als grösste Risiken werden darin die Gefährdungen Strommangellage und Pandemie identifiziert. Es ist davon auszugehen, dass die Atomausstiegsinitiative die Versorgungssicherheit der Schweiz stark gefährden würde und die Eintrittswahrscheinlichkeit des vom BABS angenommenen grössten Risikos "Strommangellage" markant erhöhen würde. Daher ist energiesuisse.net entschieden gegen die schädliche Atomausstiegsinitiative.

 

Wurde das Risiko Unfall im Kernkraftwerk vom BABS in den Top 10 vergessen?

Nein, dieses Risiko hat einen vergleichsweise tiefen Risikowert! Die rund 200 Fachpersonen aus der Schweiz und dem Ausland, die die Erarbeitung der nationalen Risikoanalyse begleitet und inhaltlich unterstützt haben, kommen in Ihrem Bericht diesbezüglich auf Seite 12 zu folgender Aussage:

 Kontroverse KKW Unfall

 

 

bornerWirtschaftsprofessor Silvio Borner

29. Januar 2016

Die Energiestrategie 2050 führt die Schweiz weg von einem stabilen und nachhaltigen System der Energieversorgung. Der Wechsel zu erneuerbaren Energien muss viel zu teuer erkauft werden. Die Energiestrategie 2050 dürfte als politischer Jahrhundertfehler in die Geschichte eingehen. Solche zeichnen sich durch ideologische Wurzeln, alarmistische Begleitmusik und eine sich selbst verstärkende Eigendynamik aus (Link zum Artikel).

 

 

 

 


Les105Schweizer Unternehmen wenden sich an den Ständerat

17. September 2015

Im Vorfeld der Beratung der Energiestrategie 2050 im Ständerat meldeten sich 105 schweizerische Unternehmerinnen und Unternehmer in einem ganzseitigen Zeitungsinserat zu Wort und setzten so ein Zeichen für einen starken Werkplatz und eine bezahlbare Energieversorgung (Inserat).

 

 


EUCH

EU-CH Stromabkommen

3. September 2015

Das Abseitsstehen beim Strom ist weniger teuer als gedacht. In der EU etabliert sich eine neue Art des Stromhandels, an der die Schweiz nicht teilnehmen darf. Doch neue Technik dämpfe nun entsprechende Nachteile, so die Aufsichtsbehörde Elcom (Link zum Artikel).

 

 

 

 

 


 Ecosuisseeconomiesuisse bringt Argument gegen die Energiestrategie 2050

21. August 2015

Die Energiepolitik verfolgt zwei wesentliche Ziele: die Garantie der Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Preise. Mit der Energiestrategie 2050 sind beide Ziele in Gefahr. Eine konstante Energieversorgung ist grundlegend und muss für die Bürger wie auch für die Unternehmen erschwinglich und gesichert bleiben (Link zum Blog).

 

 

 

 


economiesuisse äussert sich zur Energiestrategie 2050

5. Januar 2015

Die Mitglieder von economiesuisse gehen in einer Umfrage davon aus, dass sich die Qualität der Elektrizitätsversorgung in den nächsten zehn Jahren tendenziell verschlechtert.

 
  • Unsere Stromversorgung braucht mehr Markt und internationale Vernetzung statt Subventionen und staatliche Interventionen. Nur so können wir eine sichere und umweltverträgliche Versorgung zu konkurrenzfähigen Preisen gewährleisten.
 
  • Heute hat die Schweiz im internationalen Vergleich nicht nur eine ausserordentlich verlässliche Stromversorgung, sondern auch eine der umweltfreundlichsten. Im Schnitt stossen wir pro produzierter Kilowattstunde Strom nur 21 Gramm CO2 aus – im EU-Durchschnitt sind es 437.  Dies liegt am Schweizer Strommix, der zu über 55 Prozent aus Wasserkraft und zu knapp 38 Prozent aus Kernkraft besteht. 3,8 Prozent entfallen auf neue erneuerbare Energien wie Biomasse, Wind- und Solarstrom
 
  • Bislang ist die Versorgungsqualität in der Schweiz noch sehr gut. Im Schnitt sind wir Schweizerinnen und Schweizer nur 25 Minuten pro Jahr ohne Strom. Allerdings nehmen die kritischen Situationen im Netzbereich zu und der Aus- und Neubau von Netzen ist durch lange Genehmigungsverfahren erschwert. Swissgrid schätzt die Kosten eines Stromausfalls auf 240 Millionen Franken pro halbe Stunde.
 
  • Mit der vom Bund geplanten Energiestrategie 2050 droht sich die Versorgungssicherheit zu verschlechtern: Denn erstens produzieren die neuen erneuerbaren Stromquellen wie Sonne und Wind unstetig und schwer prognostizierbar. Zweitens wird primär die Sommerproduktion ausgebaut und die bereits heute bestehende inländische Versorgungslücke im Winterhalbjahr noch vergrössert. Drittens werden die Herausforderungen für die Stromnetze durch die zunehmend dezentrale und unstetige Stromproduktion weiter anwachsen, zumal die Dezentralisierung tendenziell zu einer sinkenden Effizienz führt. Nicht zuletzt führen steigende staatliche Auflagen an Stromwirtschaft sowie Konsumentinnen und Konsumenten zu kostspieligen Verzerrungen und Ineffizienzen. Die ständig ändernden Rahmenbedingungen beeinträchtigen auch die Planungssicherheit und Investitionsbereitschaft für die Stromwirtschaft.
 
  • Aus Sicht der Schweizer Wirtschaft ist das vom Bund geplante erste Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 deshalb nicht zielführend. Dieses umfasst primär Subventionen für neue erneuerbare Technologien (vor allem Fotovoltaik und Wind) und eine Vielzahl von verschärften Vorschriften im Bereich Effizienz, Mobilität und Gebäude. Was hingegen fehlt ist eine Gesamtsicht von Produktion, Netzen und Speicherung, ebenso eine ganzheitliche Betrachtung aller Energieträger und -formen. Die Versorgungssicherheit sinkt, die Kosten steigen und die Importe von Strom aus Braun- und Steinkohle nehmen zu. Dadurch werden auch die Umweltbelastungen nicht abnehmen, wie ein Blick nach Deutschland zeigt. Dort sind die CO2-Emissionen nach der Energiewende nicht gesunken. Die mit der Subventionierung von Fotovoltaik ausgelöste Dezentralisierung bei der Stromproduktion ohne gleichzeitige Anpassungen beim Konsum und den Netzen führt zu weiteren Herausforderungen in Bezug auf den Transport und die Speicherung von Strom.
 
  • Der Staat soll gegenüber künftigen technologischen Entwicklungen offen bleiben und keine spezifischen Produktionsformen fördern. Denn nur ein funktionierender Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Technologien (mit Kostenwahrheit) garantiert die beste Entwicklung. Eine Abnahme- und Vergütungspflicht für Strom ist deshalb wettbewerbsverzerrend und ineffizient.